Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die CSU-Stadtratsfraktion Hof stellt in Abstimmung mit der CDU-Stadtratsfraktion Plauen folgenden Antrag.
Die CDU-Stadtratsfraktion Plauen bringt zeitgleich einen gleichlautenden Antrag an den Oberbürgermeister der Stadt Plauen ein. Damit möchten beide Fraktionen bewusst ein gemeinsames politisches Signal zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft setzen. Beschlussvorschlag
Der Stadtrat begrüßt ausdrücklich die bereits laufenden Vorbereitungen der Städte Hof und Plauen zum 40-jährigen Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft im Jahr 2027. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, die bereits bestehenden Gespräche und Planungen
gemeinsam mit der Stadt Plauen um den Gedanken zu ergänzen, das Jubiläum nicht nur als Rückblick auf eine erfolgreiche Städtepartnerschaft, sondern auch als Impuls für die zukünftige Zusammenarbeit beider Städte zu nutzen.
Hierbei sollen insbesondere folgende Fragestellungen betrachtet werden:
- Wie kann die gemeinsame Geschichte der Städte Hof und Plauen als bedeutende Orte
der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit künftig noch stärker und
dauerhaft sichtbar gemacht werden? - Welche Möglichkeiten bestehen, die gemeinsame Außendarstellung beider Städte –
insbesondere im touristischen Bereich, unter Einbindung bestehender regionaler
Partner weiterzuentwickeln? - Welche gemeinsamen Projekte könnten – möglichst unter Nutzung bestehender
Förderprogramme des Bundes sowie der Freistaaten Bayern und Sachsen – einen
nachhaltigen Mehrwert für beide Städte schaffen? - Wie kann das Jubiläumsjahr genutzt werden, um die Städtepartnerschaft mit einer
gemeinsamen Zukunftsperspektive weiterzuentwickeln?
Dabei ist darauf zu achten, dass mögliche Maßnahmen grundsätzlich im Rahmen der
vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen umgesetzt oder überwiegend durch
Fördermittel finanziert werden können.
Der Stadtrat ist im ersten Quartal 2027 über den Stand der gemeinsamen Überlegungen sowie
im ersten Quartal 2028 über die Ergebnisse des Jubiläumsjahres und mögliche weiterführende
Ansätze zu informieren.
Begründung
Mit der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft im Oktober 1987 haben Hof und Plauen ein
Zeichen gesetzt, das weit über eine klassische kommunale Partnerschaft hinausgeht. Bereits
zwei Jahre vor der Deutschen Einheit entstand eine Verbindung, die nach dem Fall des Eisernen
Vorhangs zu einem Symbol des Zusammenwachsens beider Regionen wurde.
Die Ereignisse des Jahres 1989 verleihen beiden Städten bis heute eine besondere historische
Bedeutung. Plauen steht für die erste friedlich verlaufene Großdemonstration in der DDR am
7. Oktober 1989. Hof wurde durch die Ankunft der Züge mit den Prager Botschaftsflüchtlingen
zum ersten Ort der Freiheit für tausende Menschen und ist untrennbar mit den Ereignissen der
Friedlichen Revolution verbunden.
Das Jubiläumsjahr 2027 bietet deshalb die Chance, nicht nur auf vier Jahrzehnte erfolgreicher
Städtepartnerschaft zurückzublicken, sondern zugleich neue Impulse für die Zusammenarbeit
beider Städte zu setzen.
Ausdrücklich nicht Ziel dieses Antrages ist es, zusätzliche finanzielle Verpflichtungen
einzugehen oder neue Verwaltungsstrukturen zu schaffen. Vielmehr sollen die bereits
laufenden Planungen genutzt werden, um vorhandene Potenziale zu bündeln, bestehende
Fördermöglichkeiten auszuloten und – soweit wirtschaftlich sinnvoll – gemeinsame Projekte
mit nachhaltigem Nutzen für beide Städte zu entwickeln.
Die zeitgleiche Einbringung eines gleichlautenden Antrages in den Stadträten von Hof und
Plauen unterstreicht die besondere Verbundenheit beider Städte und soll ein gemeinsames
politisches Signal zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft setzen. Sie versteht sich
ausdrücklich als Unterstützung der bereits laufenden Vorbereitungen der beiden
Stadtverwaltungen und als Einladung, das Jubiläum gemeinsam als Ausgangspunkt für die
weitere Entwicklung der Städtepartnerschaft zu nutzen.
Gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ist es sinnvoll, vorhandene Ressourcen
zu bündeln, Synergien zu nutzen und gemeinsame Projekte dort anzustoßen, wo sie für beide
Städte einen nachhaltigen Mehrwert schaffen können.
Mit freundlichen Grüßen
Für die CSU-Stadtratsfraktion Hof