Die CSU-Fraktion im Hofer Stadtrat und der FDP-Stadtrat Peter Senf haben einen Antrag eingebracht, der die Stadtverwaltung beauftragen soll zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, der Generation der sogenannten „Gastarbeiter“ sowie ihren Familien in Hof Orte der Erinnerung und Dokumentation zu geben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Menschen nach Hof, die damals als „Gastarbeiter“ bezeichnet wurden. Viele von ihnen blieben dauerhaft, gründeten Familien und wurden Teil des gesellschaftlichen Lebens.
Über Jahrzehnte hinweg haben sie die Entwicklung der Stadt mitgeprägt.
„Aus Gästen wurden Kollegen, Nachbarn und Freunde. Viele Familien, die damals nach Hof kamen, haben hier ihre Heimat gefunden und unsere Stadt mit aufgebaut“, sagt Peter Senf zur Begründung des Antrags.
Der Antrag wird gemeinsam von CSU und FDP gestellt. Unterzeichnet ist er unter anderem von Peter Senf sowie dem CSU-Stadtrat Salih Akbulut. Beide stehen auch persönlich für unterschiedliche familiäre Wege nach Hof: Senf ist Sohn von aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten vertriebenen
Deutschen, Akbulut Sohn von Gastarbeitern aus der Türkei.
Eine Möglichkeit könnte nach Vorstellung der Antragsteller beispielsweise sein, dass das Museum Bayerisches Vogtland einen Aufruf startet, um persönliche Erinnerungsstücke, Dokumente und Geschichten zur Geschichte der Gastarbeiter in Hof zu sammeln und perspektivisch in einer Ausstellung sichtbar zu machen. Auch andere Formen der Erinnerung oder Dokumentation sollen geprüft werden.
Für Salih Akbulut ist der Antrag auch persönlich wichtig: „Viele Familien sind damals zum Arbeiten nach Hof gekommen und geblieben. Sie haben hier ihr Leben aufgebaut. Es ist gut, wenn diese Geschichte auch sichtbar wird.“
Mit dem Antrag soll deutlich gemacht werden, dass die Geschichte der sogenannten Gastarbeiter ein wichtiger Teil der Hofer Stadtgeschichte ist. Viele Familien, die einst nach Hof kamen, prägen die Stadt bis heute in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Ihre Hofer CSU