Fraktionsvorsitzender Wolfgang Fleischer zum Artikel „Paralleluniversum Rathaus“ von Kerstin Dolde am 11.02. in der Frankenpost online
Sehr geehrte Frau Dolde,
„Paralleluniversum Rathaus“ – der Titel des Meinungsbeitrags trifft einen Nerv. Dafür möchte ich ausdrücklich Danke sagen.
Viele Bürgerinnen und Bürger haben das Gefühl, dass Entscheidungen, Abläufe und Verantwortlichkeiten im Rathaus nicht immer klar nachvollziehbar sind. Dieses Empfinden darf man
nicht wegwischen. Transparenz, saubere Zuständigkeiten und eine klare Führung sind keine Nebensache – sie sind Grundvoraussetzung für Vertrauen.
Genau dafür stehen die Hofer CSU, wir als CSU-Fraktion im Stadtrat – und genau dafür stehe auch ich persönlich.
Eine kleine, aber wichtige Ergänzung zur Berichterstattung ist dennoch erforderlich: Im Tagesordnungspunkt „Örtliche Rechnungsprüfung“ ging es um das Rechnungsjahr 2022. Der
öffentlich diskutierte Vorfall in der Zulassungsstelle ereignete sich jedoch erst 2023. Diese zeitliche Einordnung ist entscheidend, um die Abläufe korrekt zu bewerten.
Das ändert nichts am Kern der Diskussion. Im Gegenteil: Es zeigt, wie wichtig saubere Kontrollmechanismen sind. Der Rechnungsprüfungsausschuss prüft abgeschlossene Haushaltsjahre
und legt mögliche Beanstandungen offen. Der Stadtrat kontrolliert – die operative Verantwortung für die Verwaltung liegt bei der Oberbürgermeisterin.
Wer verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen will, muss genau hinschauen. Und wer Führung beansprucht, muss auch Verantwortung übernehmen.
Wir nehmen die im Artikel angesprochenen Punkte ernst. Und wir stehen für einen klaren, transparenten und professionellen Umgang mit Verwaltung und Haushalt.
Wolfgang Fleischer
Fraktionsvorsitzender
CSU-Fraktion im Stadtrat Hof