Nach dem Netzwerktreffen „Frauen gestalten Hof“, zu dem Oberbürgermeisterin Eva Döhla jüngst ins
Rathaus eingeladen hatte, hatte der CSU-Stadtratskandidat Jan Riemann angeregt, vergleichbare
Informationsangebote künftig allen Stadtratskandidatinnen und -kandidaten offen stehen zu lassen.
Auf seine persönliche Anfrage hat die Oberbürgermeisterin inzwischen geantwortet und mitgeteilt, sie
wolle den Vorschlag im Rathaus besprechen und prüfen, ob sich „noch etwas hinbekommen“ lasse.
Zugleich verwies sie darauf, dass für die neu gewählten Stadträtinnen und Stadträte nach der Wahl
ohnehin Informationsveranstaltungen vorgesehen seien.
Für Stadträtin Ingrid Schrader ist das ein Anfang, aber noch keine Antwort auf die eigentliche Frage:
„Es geht nicht um Einarbeitung nach der Wahl, sondern um faire Chancen davor“, so Schrader. „Alle,
die sich engagieren wollen, sollten die Gelegenheit haben, die Strukturen und Abläufe im Rathaus
schon im Vorfeld kennenzulernen – unabhängig von Partei oder Geschlecht.“
Das Frauennetzwerktreffen zeige, dass Interesse an solchen Formaten durchaus vorhanden sei.
„Warum also nicht auch für alle anderen?“, fragt Schrader. „Wenn im Rathaus ernsthaft über
Gleichbehandlung gesprochen wird, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, das zu zeigen – und nicht erst
nach der Wahl.“
Ihre Hofer CSU