Die jüngsten Ereignisse rund um den großflächigen Stromausfall in Berlin führen eindringlich vor
Augen, wie schnell kritische Infrastruktur ausfallen kann. Die aktuelle Berichterstattung macht
deutlich: Notfallvorsorge gehört zu den zentralen Aufgaben jeder Kommune – und sie muss im Ernstfall
sofort greifen.
Die Stadt Hof hat mit dem Leuchtturm-Konzept eine wichtige Grundlage für den Katastrophenfall
geschaffen. Die vorgesehenen Katastrophenleuchttürme sollen im Falle eines länger andauernden
Stromausfalls als feste Anlaufstellen für Information und Kommunikation dienen. Dass diese Standorte
benannt sind und Teil der städtischen Krisenvorsorge sind, ist richtig. Entscheidend wird jedoch sein,
dass diese Informationen auch tatsächlich bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen – und nicht
nur auf einer Unterseite der städtischen Homepage verfügbar sind.
Ein Leuchtturm hilft nur dann, wenn die Menschen bereits vor dem Krisenfall wissen, wo sich ihre
nächstgelegene Anlaufstelle befindet und wofür sie gedacht ist. Im Ernstfall selbst sind Kommunikation
und Informationsverbreitung nur noch eingeschränkt möglich. Deshalb muss die Bekanntmachung der
vorhandenen Räume und Anlaufstellen dauerhaft, verständlich und wiederkehrend erfolgen.
Die Weiterentwicklung des Leuchtturm-Systems muss auch bei knappen Haushaltsmitteln
eine hohe Priorität behalten.
Krisenvorsorge ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Viele sinnvolle Verbesserungen lassen sich
bereits mit vergleichsweise geringen Mitteln realisieren – etwa durch organisatorische Anpassungen,
klare Zuständigkeiten oder Kooperationen.
Hier sollte bewusst über klassische Verwaltungsgrenzen hinaus gedacht werden. Neben städtischen
Gebäuden können auch Vereinsheime oder andere geeignete, nicht städtische Immobilien
perspektivisch eine Rolle spielen. Solche Kooperationen können schrittweise zu echten Win-win
Situationen führen: für die Stadt, für die beteiligten Einrichtungen und vor allem für die Bevölkerung.
Ein konkretes Beispiel ist der Ortsteil Jägersruh. Dort leben fast 1.000 Menschen, zudem
befindet sich im Ortsteil eine privat betriebene Senioreneinrichtung. Für ältere oder mobil
eingeschränkte Personen ist eine wohnortnahe Anlaufstelle im Krisenfall von besonderer
Bedeutung. Das Vereinsheim der Jägerschaft in Jägersruh bietet sich aus Sicht des CSU-
Ortsverbands Leimitz-Jägersruh als möglicher ergänzender Standort an. In Kooperation
und mit entsprechender Notstromversorgung könnte hier eine zusätzliche, gut
erreichbare Anlaufstelle vorbereitet werden.
„Das Leuchtturm-Konzept der Stadt Hof ist ein wichtiger Baustein der Krisenvorsorge. Entscheidend
ist jetzt, dass es in der Bevölkerung bekannt ist und dort ergänzt wird, wo reale Lücken bestehen“,
erklärt Jochen Pfaff, Kreisvorsitzender der Hofer CSU. „Gerade mit Blick auf ältere Menschen und
sensible Einrichtungen müssen wir sicherstellen, dass Hilfe im Ernstfall auch tatsächlich ankommt.“
Die Hofer CSU versteht diesen Vorstoß ausdrücklich als konstruktiven Beitrag zur Weiterentwicklung
des bestehenden Konzepts. Ziel ist es, die vorhandenen Strukturen praxisnah zu stärken, gezielt zu
ergänzen und so aufzustellen, dass sie im Ernstfall für alle Hoferinnen und Hofer funktionieren.
Ihre Hofer CSU
Hinweis: Aktuell veröffentlichte Katastrophenleuchttürme in Hof
(Quelle: Angaben der Stadt Hof, Homepage Katastrophenschutz – Stand Januar 2026;
https://www.hof.de/rathaus-service/katastrophenschutz/informationen-zum-thema-stromausfall)
Nach Angaben der Stadt Hof sind derzeit folgende Katastrophenleuchttürme vorgesehen:
- Bauhof Hof (Leimitzer Straße)
- Feuerwehrgerätehaus Leimitz
- Feuerwehrgerätehaus Moschendorf
- Feuerwehrgerätehaus Wölbattendorf
- Eisteich Hof
- Hofeck
- Krötenbruck
- Rosenbühl (Gymnasium)
- Technisches Rathaus Hof
Die Leuchttürme dienen der Information, Kommunikation und Koordination im Krisenfall.
Sie stellen keine Stromversorgung für private Haushalte und keine Versorgung mit Lebensmitteln
bereit.